Projekt

Die Gondel des Parseval-Luftschiffes

Das ILF-Modellbauteam arbeitet derzeit an einem weiteren historischen Modell im Maßstab 1:10, der Gondel des ersten in Fischamend stationierten Luftschiffes Parseval M1. Es ist das Pendant zu der bereits bestehenden Gondel des Körting M3.

Die Erstfahrt des Parseval fand am 26. November des Jahres 1909 statt. Folgende sehr bekannte Persönlichkeiten waren damals an Bord:

Kommandant Oberleutnant von Berlepsch

Oberingenieur Kiefer – Deutsche Luftschifffahrtsgesellschaft

Direktor Ferdinand Porsche  – Austro-Daimler Motorengesellschaft

Hauptmann Franz Hinterstoisser – Kommandant M.-Aeronautische Anstalt

Luftschiff Parseval M1 1909

Die Körtinghalle in 3D-Digital Visualisierung

Das Diplomprojekt „Körtinghalle 3D“ ist eine Kooperation zwischen ILF und HTL Mödling.

Die Abteilung Innenarchitektur (Ltg. DI Monika Smetana) wird, basierend auf dem bereits bestehenden Modell der berühmten Körting Luftschiffhalle, sowie originalen Planunterlagen von ILF mit 3 Diplomanden ein 3D-Digitalprojekt entwickeln, das es ermöglichen wird, den Innenraum der Halle „virtuell zu begehen“, um das architektonische Meisterwerk in Vollholzbauweise auf diese Art erkunden zu können.

Die Körting-Luftschiffhalle 1911

Die Gasfabrik Fischamend 1910

Das Diplomprojekt „Wasserstofferzeugung“ vor 110 Jahren ist ein Kooperationsprojekt
der ILF mit der HTL Mödling.

In der Abteilung für Maschinen-Anlagentechnik (Ltg. DI Elisabeth Berger) beschäftigen sich aktuell 4 Diplomanden mit der Wasserstoffgasfabrik Fischamend zur Erzeugung des Traggases für Luftschiffe um 1910. Ziel des Projektes ist letztendlich die Darstellung der apparativen Einrichtungen als Modell im Maßstab 1:72, sowie der Vergleich der Wasserstoffherstellung vor 110 Jahren zu den heutigen modernen Methoden.

Die Gasfabrik um 1911

„Luftschraubenprüfstand – Propellerwindkanal“

In den Schuljahren 2015/16 und 2016/17 widmeten auf Initiative der ILF insgesamt zehn DiplomandInnen bzw. AbsolventInnen ihre Abschlussarbeiten einem bisher vernachlässigten historischem Luftfahrtthema – der Rekonstruktion des Aufbaues und der Meßverfahren, die vor ungefähr 100 Jahren beim damals weltweit einzigem Luftschraubenprüfstand in Fischamend zur Anwendung kamen.

Die Initiative wurde über Vermittlung des Direktors der HTL Mödling, Herrn Ing. Mag. Hrdlicka, an die Fachvorstände und Lehrer, die die schulinterne Betreuung der Arbeiten übernahmen, herangetragen.

Die erwartete anfängliche Skepsis wich recht bald und erkennbar der professionellen Zuwendung auch sämtlicher befasster Lehrkräfte. Ihrem Engagement sei an dieser Stelle besonders Erwähnung getan!

Im Schuljahr 2015/16 wurden zunächst – auf Grundlage nur weniger Fotos, Zeichnungen und publizierter Angaben – in Form eines „Retro-Engineerings“ durch drei Maschinenbauer: Thomas Cadilek, Felix Mader und Krystian Majewski  die wissenschaftliche Vorarbeit geleistet, die theoretischen Grundlagen, der prinzipielle Aufbau und die Arbeitsweise der Prüfeinrichtung erarbeitet und auf Basis historischer Dokumente moderne CAD-Pläne für ein Funktionsmodell im Maßstab 1:10 erstellt. Besonderes Augenmerk erfuhren dabei die Aspekte der Maßstabsgenauigkeit unter Berücksichtigung einer für eine spätere permanente Ausstellung des Modells erforderlichen Robustheit. Die Betreuung erfolgte zunächst im ersten Projektjahr durch den damaligen Abteilungsvorstand, Herrn Dipl.-Ing. Günther HÖRLESBERGER, unter Einbeziehung seiner ebenso engagierten Nachfolgerin, Frau Dipl.-Ing. Elisabeth BERGER.

In enger Zusammenarbeit mit den betreuenden Lehrern und den Projektführenden der ILF wurden so die Voraussetzungen für die im folgenden Schuljahr erfolgende Realisierung eines einzigartigen Modells geschaffen.

Das Schuljahr 2016/17 brachte dann die zügige Realisierung des ehrgeizigen Projekts, denn die diesjährigen Absolventen erbauten das Modell im Maßstab 1:10.

Vier SchülerInnen der Fachschule für Tischlerei: Mona MauerbauerJulian Paltinger, Galyna Shreder und Hatidza Ugljanin waren für die Bauplanung und Erstellung der recht großen komplizierten Holz-Anteile, wie sie auch im Original zu finden waren, zuständig.

Frau Fachvorstand Dipl.-Ing. Monika SMETANA und die Lehrer Mag. Thomas RADATZ, Ing. Josef EDER, BEd, Robert ROSSBÖCK, BEd und Ing. Herbert WOKUREK verstanden es hervorragend, ihre (damals noch zukünftigen) Absolventen zu Höchstleistungen anzuspornen.

Die legendäre Körting-Luftschiffhalle der Militär-Aëronautischen Anstalt Fischamend

Für 10 ihrer 25 Jahre befand sich die „k.u.k. Militär-Aeronautische Anstalt“ in Fischamend (davor auf dem Gelände des Artillerie-Arsenals Wien). Deren erste Bauwerke in Fischamend waren im Juli/August 1909 die große Ballonhalle samt Wachhäuschen und Ballongas-Flaschendepot. Die „Körting-Halle“ diente den ersten k.u.k. Luftschiffen (M.I „Parseval“, M.II „Lebaudy“ und M.III „Körting“ als Depot, Füllstation und Heimat.

Nach dem Körting-Luftschiffunglück am 20. Juni 1914 wurde die Halle für andere Forschungsprojekte und als Luftfahr-Materialdepot verwendet. Von 1916 bis 1918 beherbergte die Halle den Propellerprüfstand samt horizontalem Windkanal nach Entwürfen von Prof. Richard Knoller. Mit dieser einzigartigen Prüfeinrichtung wurden weltweit erstmals die Effizienz vergleichende Luftschrauben-Serienprüfungen in großem Stile durchgeführt.

Das hier gezeigte Modell der Körtinghalle im Maßstab 1:72 entstand in Kooperation mit der HTL Mödling. Drei Schüler und das betreuende Lehrerteam machten dieses einzigartige Modell im Rahmen von Abschluss-Diplomarbeiten 2017/2018 der Fachrichtung Innenarchitektur möglich.

Die Stagl-Mannsbarth-Luftschiffhalle in der Militär-Aeronautischen Anstalt Fischamend

Für das Privatluftschiff „Stagl-Mannsbarth“ wurde in Fischamend eine zweite Halle erbaut, da sowohl die vorhandene „Körting-Halle“ zu klein war als auch in einem militärischen Bauwerk kein privates Luftschiff untergebracht werden durfte. Gleichwohl wurde für die Versorgung mit Wasserstoffgas eine unterirdische Leitung von der „Gasfabrik“ auch zur „Staglhalle“ angelegt.

Das Privatluftschiff „Stagl-Mannsbarth“ sollte der k.u.k. Militärverwaltung angedient werden, jedoch hatte sich diese 1911 gegen weitere Beschaffungen in dieser Richtung entschieden. Um die Eigner von Halle und Luftschiff vor finanziellem Absturz zu bewahren, kaufte das Militär schließlich die Halle, um sie zunächst als Luftschiffhalle (z.B. für das k.u.k. Militär-Luftschiff M.IV „Boemches“) sowie nach 1914 als Depot zu verwenden (Küche und Offizierskasino wurden direkt vor das Hallentor gesetzt).

Das Luftschiff „Stagl-Mannsbarth“ musste nach einigen Rettungsversuchen (die z.B. den ersten Passagierverkehr und Versuche zur Aërophotogrammetrie einschlossen) schließlich im Frühjahr 1914 abgewrackt werden.

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Das Modell der „Staglhalle“ im Maßstab 1:72 entstand in Kooperation mit der HTL Mödling. Zwei Schüler und das betreuende Lehrerteam realisierten dieses einzigartige Modell im Rahmen von Abschluss-Diplomarbeiten 2018/2019 der Fachrichtung Innenarchitektur.

Fesselhubschrauber „Balaban-Bloudek“

Die Hubschrauberentwicklung 1916–1918 in Fischamend

Alt ist der Traum von einem Fluggerät, das sich in alle Richtungen bewegen, aber auch über einem Punkt schwebend ruhig in der Luft verharren kann. 1916 lag das Grundproblem in der geringen verfügbaren Motorleistung und den dürftigen Propellerwirkungsgraden. Trotzdem griff Major Stephan Petróczy von Petrócz, Kommandant des Lehrbataillons in Wiener Neustadt, die Idee auf, die Ballone zur Artilleriebeobachtung durch Helikopter mit Motorantrieb zu ersetzen.

In Fischamend boten das Propellerlabor von Prof. Knoller, der Windkanal und Fachleute wie Prof. Knoller selbst, der Physiker Theodor von Kármán, Oskar von Asbóth, Karl Balaban, Wilhelm Žurovec und andere die nötigen Voraussetzungen für eine erfolgreiche Entwicklung. Die Arbeiten begannen in Fischamend, aber auch bei Oeffag und Austro Daimler. Das Konzept sah vor, einen von einem Benzinmotor angetriebenen Generator am Boden aufzustellen und die elektrische Energie über die Fesselungsseile zu einem Elektromotor im Fluggerät zu leiten. Technischer Direktor von Austro-Daimler war Ferdinand Porsche.

Mitte 1917 wurde Petróczy zum Kommandanten des Fliegerarsenals ernannt, wodurch er seinem Lieblingsprojekt, dem Hubschrauber, mehr Ressourcen zur Verfügung stellen konnte. Der Aerodynamiker Oblt. Dr. Theodor von Kármán und Ingenieurleutnant Wilhelm Žurovec, beide dem Fliegerarsenal zugeteilt, sollten einen Prototyp unter Berücksichtigung der Resultate des Propellerlabors konstruieren.

Žurovec baute zunächst ein Modell mit einen Pressluftmotor. Bei Flugversuchen mit diesem Modell in der Fischamender Luftschiffhalle zeigte sich, dass mit einem oder zwei Fesselungsseilen keine dynamische Stabilität zu erreichen war. Erst mit einem Dreikabelsystem waren die Resultate gut. Etwa 50 Flüge wurden zwischen Juli 1917 und März 1918 im großen Ballonhangar in Fischamend durchgeführt. Höhen von mehr als 10m wurden erreicht.

 

PKZ-1

Im August 1917 erhielt die Fa. MAG in Mátyásföld den Auftrag zum Bau eines manntragenden Helikopters auf Basis des Modells von Kármán-Žurovec. Das im Februar 1918 fertiggestellte Fluggerät wurde in der Nachkriegsliteratur als Petróczy-Kármán-Žurovec PKZ-1 bezeichnet. Der „Schraubenfesselflieger PKZ-1“ wog leer 650kg, davon alleine der Daimler Elektromotor 195kg. Dieser lieferte ohne besondere Kühlung nur 190 statt 250 PS. Im Flug sollte die Energie durch ein 800m langes Aluminiumkabel vom Boden aus übertragen werden.

Beim ersten Flug hob das Gerät bei einer Rotordrehzahl von 700 U/min ab und stieg bis zur Fesselungshöhe von 50cm. Daraufhin kletterten drei Mann an Bord und der Helikopter schwebte trotz des zusätzlichen Gewichtes weiterhin, durch die Fesselungsseile gehalten. Nach 15 Minuten des vierten Fluges brannte jedoch der überforderte Motor durch und konnte wegen der kriegsbedingten Materialknappheit nicht mehr instandgesetzt werden. Der PKZ-1 demonstrierte jedenfalls die Flugfähigkeit des elektrisch angetriebenen Helikopters.

PKZ-2

Obwohl Kármán Projektleiter war, begann Žurovec im November 1917 eigenständig am PKZ-2 zu arbeiten. So wurde der PKZ-2 entgegen seiner späteren Bezeichnung von Wilhelm Žurovec allein erfunden, wofür ihm am 12. Februar 1918 das Deutsche Patent No. 347.578 erteilt wurde.

In der Konstruktion verwendete Žurovec das Konzept der gegenläufigen Rotoren, um das Gegendrehmoment auszugleichen. Ein zum Transport leicht zerlegbares, mit Seilen verspanntes Rohrgerüst saß auf einem zentralen Luftsack, die 3 Ausleger waren mit kleineren Luftsäcken abgestützt. Die Luftsäcke wurden durch eine Pumpe am Rotorantrieb aufgeblasen. Die Fesselungsleinen waren an den drei Auslegern befestigt, liefen durch Umlenkrollen am Boden und wurden mit einer elektrisch angetriebenen Winde gleichsinnig ausgespielt und eingezogen. 

Der Erstflug fand am 2. April 1918 im Lipták-Werk, Budapest, statt. Nach mehreren Flügen, von denen einer sogar eine Stunde dauerte, wurden die Versuche am 5. April abgebrochen da die Motorleistung für einen sicheren Schwebeflug außerhalb des Bodeneffektes nicht ausreichte. Die Flugtests wurden vom 17. bis 21. Mai mit stärkeren Motoren fortgesetzt, dabei fanden Flüge zwischen 10 und 50m Höhe statt. Solange die überschüssige Hubkraft ausreichte um die Fesselleinen gespannt zu halten, blieb der PKZ-2 in einem stabilen Flugzustand.

Am 10. Juni 1918 wurde der PKZ-2 einer hochrangigen Militärdelegation vorgeführt. Hierzu wurde der Beobachterstand montiert. Der PKZ-2 stieg auf 7 bis 8m Höhe, war aber instabil. Der Beobachterstand (ca. 35 kg) wurde wieder entfernt, der Hubschrauber startete wieder und stieg bei einer Windgeschwindigkeit von 6 – 7  m/sec auf eine Höhe von 12m. Wegen Überhitzung der Motoren sank deren Leistung ab, der Hubschrauber geriet außer Kontrolle und wurde beim Absturz schwer beschädigt. Auch der PKZ-2 wurde nicht wieder instandgesetzt.

Technische Daten Schraubenfesselflieger PKZ-2

  • Gewicht: ca. 1200kg (inkl. Treibstoff für 1 Stunde unbemannten Flug)
  • Motor: 3 x Le Rhone Umlaufmotoren mit je 100, später 120 PS
  • Rotordurchmesser: 6m
  • Rotordrehzahl: 600 U/min
  • Insgesamt 36 unbemannte Flüge
Die neueste „Hubschrauber-Verwandtschaft“ stellen wir Ihnen hier vor:  Fischamend gratuliert der NASA!
 

Der Hubschrauberentwicklung von Fischamend ausgehend war zwar kein endgültiger Erfolg beschieden – die 50 Meter Schwebeflughöhe des PKZ-2 aber waren damals inoffizieller Weltrekord, der bis 1936 nicht übertroffen wurde. 

UFAG-Hubschrauber „Balaban-Bloudek“

Das untenstehende Bild zeigt den in Ungarn bei der Firma UFAG in Budapest-Albertfalva gebauten, von Balaban  und Bloudek, vermutlich unter Mitbeteiligung von Oszkár Asbóth gebauten Helikopter, der offensichtlich als Technologieträger für Asbóths spätere Hubschrauber-Entwürfe diente. Siehe auch: Oszkár Asbóth (Wikipedia)

Eine (nicht ganz gelungene) Flugsequenz dieses Hubschraubers ist im Vorspann des Films „Die tollkühnen Männer in ihren fliegenden Kisten“ zu sehen!  –  Die tollkühnen Männer in ihren fliegenden Kisten (Film – Wikipedia)

Die Luftschrauben-Dekopiermaschine

Die „Dekopiermaschine“ befand sich in der Luftschrauben-Fertigungshalle der k.u.k. Militär-Aeronautischen Anstalt Fischamend.

Sie hatte den Zweck, von einem fertigen Propeller-Urmodell die endgültige Form abzutasten und vier vorbearbeitete Rohlinge gleichzeitig durch Befräsen mit Rundkopffräsern in ihre endgültige Gestalt zu bringen. Danach  folgten noch die Arbeitsschritte Endbeschleifen und Politieren. Diese Maschine stellte einen gewaltigen Innovationsschritt in Richtung einer Luftschraubenmassenfertigung dar.  Tausende Luftschrauben wurden alleine in Fischamend hergestellt.

Das Modell im Maßstab 1:10 entstand als bereits fünftes aus der Hand unseres begnadeten ILF-Feinstmechanikers Leo VareckaSeine bisherigen Werke sind drei Hubschrauber aus der PKZ-Reihe: der PKZ-1, der PKZ- Prototyp „Technologieträger“ und der PKZ-2 sowie die „Luftschrauben-Kopierfräsmaschine“.

Die Luftschrauben für das aktuelle Modell „Dekopiermaschine“ stammen von Dr. Wolfgang Meindl, IPMS Austria.

Die Luftschrauben-Kopierfräsmaschine

Um dem rasch zunehmenden Bedarf gerecht zu werden, suchte man nach einer maschinellen Fertigungs-methode, um Luftschrauben in ausreichender Qualität und Menge herzustellen. 

1917 suchte das Kommando des k.u.k. Fliegerarsenals beim Kriegsministerium um die Genehmigung zum Kauf einer Luftschraubenkopierfräsmaschine an – zur Leistungssteigerung bei der Erzeugung von Luftschrauben.

Die Firma Pini & Kay in Wien 16., Rückertgasse 17, die vorwiegend Holzbearbeitungsmaschinen und Maschinen für Sägewerke herstellte, wurde mit Konstruktion und Herstellung beauftragt.

Das Grundprinzip ist die Methode eines Pantographen, wobei die Umrisse und Formen maßstäblich von einem Urmodell auf ein Duplikat übertragen werden. Sowohl der Musterpropeller als auch der Zweitpropeller liegen nebeneinander auf einem beweglichen Tisch, der in seiner Längs- und Querrichtung verschiebbar ist. Die Vorschubbewegung für die beiden Fräseinheiten auf der Längsseite erfolgt durch die Drehbewegung von Spindelwellen an deren Ende ein Laufwerk aus Zahnrädern befestigt ist. Linkes und rechtes Getriebeelement sind ebenfalls mit der Hauptwelle verbunden, die von einer zentralen Kraftquelle angetrieben wird. 

Die Querbewegungen des Tisches erfolgen durch eine Kurbelstange, die ebenso mit dem Hauptantrieb zusammengekoppelt ist. Zwei gleichlaufende Fräseinheiten bearbeiten jeweils eine Hälfte der Luftschraube, sie können nach Bedarf seitenverkehrt angeordnet werden, um die richtige Kontur des Propellers bearbeiten zu können. 

Kernstück der Fräseinheit ist die Parallelogramm-Mechanik, die sowohl die Abtastscheibe als auch den Holzfräser aufnimmt. Durch Veränderung des Durchmessers bei der Abtastscheibe vergrößert oder verkleinert sich auch der Abstand zwischen Fräskopf und dem zu bearbeitenden Propeller. Damit wird ein stufenförmiges und vollständiges Fräsen auf der gesamten Oberfläche des Propellers möglich. Um die Längsbewegungen der Fräseinheiten auszugleichen, laufen die Transmissionsriemen über Zylinderwalzen – um keine Nachteile durch Umlenkräder zu erhalten. 

Die tatsächliche Verwendung der Luftschraubenkopierfräsmaschine in Fischamend ist nicht absolut gesichert nachweisbar, da aus einem Schreiben der Erzeugerfirma Pini & Kay vom November 1918 hervorgeht, dass sie auf Zahlung oder Übernahme dieser Maschine drängte.

Das durch die ILF realisierte Modell.