„ZukunftGeschichteMuseum“ Fischamend

Rechtzeitig zur „Langen Nacht der Museen“ am 1.Oktober 2022 wird die neue Fischamender Museumskonzeption „ZukunftGeschichteMuseum“, kurz ZGM aus der Taufe gehoben und seine Arbeit aufnehmen.

Wie schon mehrfach berichtet, besteht der Ausstellungs- und Museumsverbund aus dem Feuerwehrmuseum, dem Museum der Photographie und dem Museum der ILF (Interessen-gemeinschaft Luftfahrt Fischamend). Der Museumsverbund bietet Feuerwehrgeschichte, Fischamender Zeitgeschichte, Geschichte der Photographie, Kunstgeschichte und als großes bereichsübergreifendes Thema die Fischamender Luftfahrtgeschichte, sowie historische Themen aus der Österreichischen Luftfahrtgeschichte.

Es wird „Walk on Air“ Führungen um 18:30 und 21:00 von und zu den 3 Standorten geben. Start ist jeweils vom ILF – Aus-stellungsraum in der Gregerstraße 22 über das Feuerwehr-museum zum Museum der Photographie. (Dauer etwa 1 ½ Stunden). Zum Start des ZGM wird an diesen drei Standorten über die frühe Ballon- und Luftschifffahrt, die Entwicklung der Fliegerei ab 1910 und über die Luftschraubenforschung und luftfahrttechnische Innovationen erzählt, die in Fischamend ihren Ausgang gefunden hatten.

Wenn wir über eine Museumsausstellung reden, denken wir an Räume mit Wänden, oft in einem historischen Gebäude, in dem wir Besucher:innen etwas über unsere Geschichte Lernen, Erleben, interaktiv Erfahren oder medial Spüren. Selten denken wir an Orte im urbanen Raum, an denen fast vergessene Geschichte(n) passierten. Ein Versuch, Ausstellung außerhalb von Museumsmauern in diesem Sinn zu realisieren, ist ein Ziel des Museumsprojekts ZukunftGeschichteMuseumin Fischamend – ein popUP.museum, das allerorts weiter aufpoppen kann.

Dieses Projekt führt hinaus aus dem Museum und nutzt die Freiräume der Stadt. Es hat zum Ziel, die Orte des Ge-schehens der Geschichte(n) zu gestalten, zu vernetzen und niederschwellig und inklusiv zu vermitteln – Einheimischen jeden Alters genauso wie Gäste der Stadt sollen ange-sprochen werden. Viele Quellen dieser Orte sind vor Ort verschwunden – etwa die Produktionshallen des Flieger-arsenals, die Luftschiffhallen der großen Luftschiffe Körting und Stagl-Mannsbarth, das Gasthaus „Weißer Schwan“, in dem der Komponist Adolf Kaiser seinen Marsch „Zu den Sternen“ präsentierte, der anlässlich der ersten Dauerfahrt des Luftschiffes „Parseval“ geschrieben wurde, oder der Luftschraubenprüfstand in seiner einzigartigen Konzeption, dessen einziges Relikt inmitten von Privatgrundstücken noch steht. Seien es verschwundene Gebäude, Fluggeräte, Persönlichkeiten oder Ereignisse wird das ZGM in Zukunft auf vielfältige Art in der gesamten Stadt Fischamend erzählen.

Als kleinen Vorgeschmack dürfen wir das Diorama des Fliegerarsenals Fischamend zeigen.

Das Modell und der Sockel mit Foto aus 1917
Ansicht des Dioramas mit Gebäudelegende im Maßstab 1:1200 (Gerhard Schuster)